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RDB e.V. Bezirksverein Niederrhein
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Jahreshauptversammlung 2011 BV Niederrhein

Premiere in Lohberg


Zum 1. Mal fand die die Jahreshauptversammlung des BV Niederrhein im Festsaal des Ledigenheimes in Lohberg statt.
Silvo Magerl, unser BV Vorsitzender, hatte demzufolge ein Heimspiel, als er die Ehrengäste mit einem herzlichen Glückauf begrüßen konnte:
den Laudator des Tages Herrn Bergwerksdirektor Karl-Heinz Stenmans, den 1. Vorsitzenden des RDB Theo Schlösser undEröffnung Magerl
unser Ehrenmitglied Karl Friedrich Klumpers.
Vor dem Hintergrund der wirklich dramatischen Ereignisse in Japan wollte Silvo Magerl nicht einfach zur Normalität übergehen, ohne die Katastrophe, die uns alle zu tiefst bewegt hat, zu erwähnen und seine Anteilnahme zu bekunden. Die Auswirkungen dieses GAU‘s auf uns sind durch die jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung zur Atomkraft auch für uns spürbar geworden. Er gehe davon aus, dass diese Änderung in der Energie-Politik auch den zukünftigen Blick auf unsere Kohle verändern wird, denn der Atomkraft, die 20% des gesamten Stromaufkommens ausmacht, stehen gerade mal  2% regenerative Energien  gegenüber, somit ergibt sich ein Defizit das nicht so einfach ausgeglichen werden kann.

Ein Übergang zu unserer Totenehrung. Zum Gedenken an unsere im vergangenen Jahr von uns gegangen Kameraden Günter Dlugai, Armin Welke, Dieter Raub, Herbert Walter Schneider, Hans Glagla, Walter Gorba, Karl Körner, Johann Müller und  Bernhard Wesely erhoben sich alle Anwesenden und Silvo Magerl zitierte Berthold Brecht  mit den Worten: „Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.“

In seinem Jahresrückblick ging Silvo Magerl auf die Situation im deutschen Steinkohlenbergbau ein: 2018 ist Schicht im Schacht unserer Steinkohlenzechen.
Bis Ende 2018 darf Deutschland den heimischen Steinkohlenbergbau noch subventionieren, das hat der EU-Ministerrat im Dezember 2010 beschlossen. Die Regierungsvertreter sind damit dem Votum der EU-Kommission gefolgt. Als Zugeständnis an die Kommission wurde die Klausel gestrichen, nach der im Jahr 2012 noch einmal geprüft werden soll ob es sinnvoll ist, weiterhin Steinkohle in Deutschland aus der Erde zu holen.
Die RAG Deutsche Steinkohle hat im Jahr 2010 12,9 Mio t Steinkohle gefördert und  2 Mio t  Koks produziert. Die Planzahlen wurden damit leicht überschritten. Die Mitarbeiterzahl sank von Ende 2009 von 23098 nach Ende 2010 um 2326 auf 20772 MA. Im Sommer des vergangenen Jahres ist die RAG-Bildung an den TÜV Nord  übergegangen. Erwähnenswert ist noch der Tarifabschluss im deutschen Steinkohlenbergbau. Ab 01.04.2011 erhöht sich das Einkommen für Arbeiter und Angestellte um 3,3 Prozent, mit einer Einmalzahlung von 600€. Dieser Tarifvertrag läuft bis zum 31.12.2012.

Der 1. Vorsitzende des RDB e. V., Theo Schlösser, begrüßte die RDB-Kameraden unseres BV auf das Herzlichste und überbrachte die Grüße des Hauptvorstandes. Schlösser
Zuerst ging Theo Schlösser auch auf die Situation in Japan und das beschlossene Moratorium der Bundesregierung zur Stilllegung von sieben Kernkraftwerken ein.
Der RDB fühle mit den Menschen in Japan in dieser schweren Zeit und biete ihnen – wie viele Menschen in Deutschland - Hilfe an, wo immer sie gewünscht  ist. Die Bundesregierung habe nun mit einem Moratorium das Gesetz über die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke für drei Monate ausgesetzt und zunächst die Schließung von sieben deutschen Kernkraftwerken verfügt. Vor diesem Hintergrund frage er sich, ob sich der Ausstieg aus der Kernenergie weiter in diesem atemberaubenden Tempo vollziehe.

In seinen weiteren Ausführungen ging Theo Schlösser dann auf die regenerativen Energien ein.
Seine Ausführungen führten zu seiner Feststellung,  dass die Stromversorgung Deutschlands durch einen überwiegenden oder ausschließlichen Ersatz mit regenerativen Energien für den raschen Ausstieg aus der  Kernenergie sowohl auf Grund der Versorgungssicherheit unseres Industrielandes  Deutschland als auch auf Grund der Bezahlbarkeit des Stroms nicht zu gewährleisten sei. Die nun mit hohem Tempo anlaufende Architektur eines neuen Energiekonzeptes müsse deshalb darauf ausgerichtet werden, dass ein neuer Energiemix mehr denn je nach den Erfordernissen sowie dem Machbaren und nicht nach bloßen Wünschen konzipiert wird.
Erdgas- und Kohlekraftwerke seien Säulen der Stromproduktion in der Bundesrepublik und würden es bleiben. Als Ersatz für Altanlagen würden weitere höchsteffiziente Kohlekraftwerke in Betrieb genommen, die ebenfalls wie die bestehenden Kraftwerke auf eine CO2-Abtrennung nachrüstbar sein werden. Keine Lösung in dem neuen Energiekonzept dürfe nach seiner Meinung auch mögliche Stromimporte aus dem Ausland sein.
Auch vor diesem Hintergrund müsse sich die Politik noch mehr als bisher dafür einsetzen, dass die hohen Standards für die Sicherheit der Kernkraftwerke in  der europäischen Union gleichermaßen gelten. 

Es möge in der Tat sarkastisch klingen, angesichts des Leids und der unmenschlichen Verhältnisse, die zurzeit in Japan herrschen, so Theo Schlösser, das Thema der zukünftigen Energieversorgung Deutschlands zu hinterfragen. Er sei allerdings der Meinung, dass die Politik eine konkrete Antwort finden müsse, wenn sie tatsächlich rasch aus der Kernenergie aussteigen wolle. Darüber hinaus  hob er nochmals die Ziele und Anliegen des RDB e. V. heraus, also den dauerhaften Prozess des lebenslangen Lernens und die Pflege bergmännischer Traditionen und Kameradschaft zu intensivieren, die besonders auch in unserem BV gelebt werden.

Mit einem herzlichen Dank an den Vorstand des Bezirksvereins für die erfolgreiche Arbeit sowie  an alle Mitglieder des Bezirksvereins für ihre aktive Unterstützung der Ziele des RDB e. V. schloss Theo Schlösser seine Ausführungen und wünschte unserem Bezirksverein viel Erfolg für die zukünftigen Aufgaben, wobei er uns  die Unterstützung des Hauptvorstandes zusicherte.

Silvo Magerl bedankte sich sehr herzlich bei Theo Schlösser als ausgewiesenen Freund unseres BV und übergab das Wort dem Laudator der Jubiläumsfeier.

In seiner Rede zu Ehren der Jubilare begrüßte  Bergwerksdirektor Karl- Heinz Stenmans die Fusion des „Bezirksvereins Moers“ mit dem „Bezirksverein Rechter Niederrhein“ zum „Bezirksverein Niederrhein“. Großen Applaus erhielt er für die Feststellung:  Nun gibt es rechts- wie linksrheinisch nur noch einen Bezirksverein am Niederrhein.

Der RDB sei ihm seit seinen ersten Tagen in der AT-Kaue der Schachtanlage Rheinpreußen bestens bekannt, denn seit dem ist er Mitglied im Ring Deutscher Bergingenieure. Im Mittelpunkt der heutigen Veranstaltung, so Karl-Heinz Stenmans, stehen sie – liebe Jubilare –, die ich an dieser Stelle noch einmal herzlich grüße. Ich gratuliere allen zu Ihrer außerordentlich lang bewiesenen Treue zum RDB und zu einem vieljährigen Berufsleben. Stenmanns

Sie alle haben eine Lebensleistung erbracht, die dazu beigetragen hat, dass der Deutsche Steinkohlenbergbau technisch aber auch sozial dort steht. Stand heute ist lebender Steinkohlenbergbau in der Bundesrepublik begrenzt auf das Jahr 2018. Nach einigen Irrungen und Wirrungen der EU in der zweiten Jahreshälfte 2010 hat dieser Termin doch noch Bestand.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mit Ihnen 55 Jahre zurückzublicken, die technische aber auch die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Steinkohlebergbaus einmal zu beleuchten, die sie während Ihrer Zeit erlebt und mit gestaltet haben.
Die Ältesten von ihnen haben zu Beginn Ihrer Mitgliedschaft im RDB die Kohlenkrise 1957/1958 aktiv miterlebt. Damals brodelte es im Revier. Erste Großdemonstrationen im Revier waren Zeichen der Verunsicherung und des Umbruchs.  Anfang der 60er Jahre war die Produktion von deutscher Steinkohle aufgrund der Kohlenkrise von 1958 bereits um ca. 40 Millionen Tonnen auf 115 Millionen Tonnen gesunken. Der Einsatz der Steinkohle änderte sich dramatisch. Der allgemein zunehmende Wohlstand führte dazu, dass immer weniger Kohle in den Öfen der Häuser verbrannt wurde und im Gegenzug der Stromverbrauch aber drastisch zunahm.
Hier fanden sich neue Einsatzmärkte für die Steinkohle, da die benötigten Mengen zu diesem Zeitpunkt durch Öl, Gas oder Importkohlen nicht darzustellen waren. So fand die „teurere“ deutsche Steinkohle gegenüber Öl doch noch ihren Markt, aber das sollte nicht lange so bleiben. Stand heute ist lebender Steinkohlenbergbau in der Bundesrepublik begrenzt auf das Jahr 2018. Nach einigen Irrungen und Wirrungen der EU in der zweiten Jahreshälfte 2010 hat dieser Termin doch noch Bestand. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mit Ihnen 55 Jahre zurückzublicken, die technische aber auch die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Steinkohlebergbaus einmal zu beleuchten, die Sie während Ihrer Zeit erlebt und mit gestaltet haben.

Die Ältesten von Ihnen haben zu Beginn Ihrer Mitgliedschaft im RDB die Kohlenkrise 1957/1958 aktiv miterlebt. Damals brodelte es im Revier. Erste Großdemonstrationen im Revier waren Zeichen der Verunsicherung und des Umbruchs. Anfang der 60er Jahre war die Produktion von deutscher Steinkohle aufgrund der Kohlenkrise von 1958 bereits um ca. 40 Millionen Tonnen auf 115 Millionen Tonnen gesunken. Der Einsatz der Steinkohle änderte sich dramatisch. Der allgemein zunehmende Wohlstand führte dazu, dass immer weniger Kohle in den Öfen der Häuser verbrannt wurde und im Gegenzug der Stromverbrauch aber drastisch zunahm.
Hier fanden sich neue Einsatzmärkte für die Steinkohle, da die benötigten Mengen zu diesem Zeitpunkt durch Öl, Gas oder Importkohlen nicht darzustellen waren. So fand die „teurere“ deutsche Steinkohle gegenüber Öl wieder  ihren Markt, aber das sollte nicht lange so bleiben. Trotz weiterer Reduzierung der Förderung spitzte sich die Lage Mitte der 60er Jahre zu. Hier begann dann die Verständigung zwischen Bergbauindustrie, Gewerkschaften und Politik. Es gab ja noch zahlreiche größere und kleinere Kohlegesellschaften, die sehr unterschiedlich auf die Krise reagierten. Die Annäherung von Unternehmen, Politik und Gewerkschaft führte – wie Sie alle wissen – zur Gründung der Ruhrkohle AG Ende der 60er Jahre.
Die neu gegründete Ruhrkohle hatte den Auftrag, den Abbau von Förderkapazitäten und Belegschaften in geordneten Bahnen weiter zu betreiben. Von den 52 Schachtanlagen der Ruhrkohle AG wurden bis 1974 bereits 19 stillgelegt und die Förderung sank auf ca. 78 Millionen Tonnen. Die erste Ölkrise 1974 brachte ein kleines „Hoch“ für die Kohle. Während Fahrverbote für die Allgemeinheit ausgesprochen wurden, durften die Kumpel auch sonntags zur Arbeit fahren. In der Folge entschloss man sich, die nationale Kohlenreserve in Höhe von 10 Millionen Tonnen anzulegen. Die zweite Ölkrise 1988 brachte da vielleicht schon etwas mehr Bewegung. Pläne wurden geboren, den deutschen Steinkohlenbergbau bzw. die Förderung auf 90 Millionen Tonnen im Jahre 1990 wieder hochzufahren. Der „Jahrhundertvertrag wurde 1980 beschlossen. Damit sollte der Einsatz deutscher Kohle in der Stromwirtschaft über den Kohlepfennig abgesichert werden Anfang der 80er Jahre gab es dann große Pläne, wie man zu 90 Millionen Tonnen Steinkohlenförderung im Jahre 1990 kommen würde.

Einige dieser – aus heutiger Sicht - hochtrabenden Ideen kann man ganz konkret sehen. Zum Beispiel der Schacht Rheinberg wurde geteuft, um die 1.230 m-Sohle für Friedrich-Heinrich, Rheinland und Walsum zu erschließen. Was daraus geworden ist, wissen Sie alle hier. Die Euphorie endete relativ schnell – bereits 1985 war klar, dass der Steinkohlenbergbau weiter schrumpfen wird. Tatsächlich betrug die Förderung der Ruhrkohle AG im Jahr 1990 54 Millionen Tonnen und es existierten noch 19 Schachtanlagen.
Technisch wurde in den 80er Jahren weiter aufgerüstet. Teilschnittmaschinen hielten großflächig Einzug, die Leistungsfähigkeit der Betriebe wurde gesteigert, Hobeltechnik verfeinert, Schrämwalzenlader eigentlich in ihrer Struktur erhalten, aber leistungsmäßig verstärkt. Als äußeres Zeichen der Bemühung um Automatisierung hielten die ersten elektro-hydraulischen Steuerungen Einzug in die Untertage-Welt. Elektrisch hielt die 10 kV- Spannungsebene Einzug in die Bergwerke und die Betriebspunktförderung stieg auf 3.200 Tonnen pro Tag im Jahr 1990.
1994 wurde der Kohlepfennig gerichtlich gekippt und seit 1995 sind Subventionen für den Steinkohlenbergbau mindestens einmal jährlich – nämlich bei den Haushaltsberatungen – Thema im Bundestag. Im Jahr 2000 lief dann auch der Hüttenvertrag aus. Im März 1997 einigte sich eine weitere Kohlerunde auf die schrittweise Reduzierung der Beihilfen bis 2005. Im Jahr 2000 gab es noch 10 fördernde Bergwerke im Ruhrgebiet, dazu kamen zwei Bergwerke an der Saar und das Bergwerk Ibbenbüren. Die Förderung lag bei 33 Millionen Tonnen. Im Aachener Revier wurde 1997 mit Sophia Jacoba die letzte Schachtanlage geschlossen. Seit 1998 sind alle Bergwerke unter dem Dach der DSK (Deutsche Steinkohle AG) vereint.

Technisch waren die 90er Jahre geprägt durch „breiter und stärker“. Die ersten 1.100 mm Strebförderer wurden eingesetzt. Die Antriebsleistung eines Strebförderers betrug im Maximum 3.200 kW. Im neuen Jahrtausend ging das Schließen von Schachtanlagen weiter. Heute gibt es noch drei Schachtanlagen an der Ruhr, eins an der Saar und das Bergwerk Ibbenbüren. . Nur intensivsten Bemühungen von Politik, Gewerkschaft und Unternehmen ist es zu verdanken, dass der Termin 2018 bestätigt wurde.
Ich gehe davon aus, dass alle notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen wurden und dieser Kompromiss nicht wieder in Frage gestellt wird. Und damit sind wir wieder hier und heute angelangt.
Ich gratuliere Ihnen – den Jubilaren – noch einmal sehr herzlich und gönne Ihnen eine ruhigere Zukunft als die eben geschilderte Vergangenheit.  Mit großem  Applaus für die fulminante  Rede ging es zur Auszeichnung der Jubilare.

Für ihre vor 35 Jahren verfahrene 1. Schicht im Bergbau wurden Harald Arbes, Gerhard Aretz, Waldemar Bloch, Harald Brieger, Markus Cyris, Heinz-Peter Dzialas, Eltayid Eltom, Andreas Grune, Michael Hofmann, Karl-Heinz Kathöwer, Joachim Klups, Norbert Marzian, Reiner Meissner, Thomas Ochtrop, Reinhard Overbeck, Wilfried Paulußen, Martin Przypadlo, Peter Reinartz, Dirk Rosinski, Bernhard Storzer, Michael Weiß, Günter Wesemann, Detlef Weyers und Joachim Zwingmann  mit dem Ehrenhäckel des RDB ausgezeichnet.    

Für 25järige Mitgliedschaft im RDB erhielten die Silberne Ehrennadel die Kameraden Arnd Askerc, Michael Bobsien, Dieter Bredenkamp, Harald Brieger, Torsten Elmrich, Kurt Grießer, Bernhard Heeck, Karl-Heinz Kathöwer, Klaus Klockmann, Carsten Möller, Jörg Münzer, Peter Otte, Thomas Postler, Jürgen Schönig, Friedhelm Schult und Michael Walter.

Helmut Dietz erhielt für 40jährige Mitgliedschaft die Goldene Ehrennadel und die Kameraden Rudolf Beneken,
Friedhelm Hegenbart und Fred Kierzynowski  für 50 Jahre Mitgliedschaft die RDB- Armbanduhr mit der Ehrenurkunde.

Urkunden für 55 Jahre Mitgliedschaft erhielten die Kameraden Karl- Friedrich Klumpers, Hermann-Ludwig Balbierski, Ehrenfried Pelzer  und Johannes Rohwer.
Jubilare

Nach der Ehrung unserer Jubilare hatte Silvo Magerl die Freude, den Vorstandsbeschluss zu verkünden,
heute drei unserer verdienten Kameraden auszuzeichnen:
Manfred Stratenhoff,Träger der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland,Stratenhoff
war  40 Jahre im Bergbau tätig, zuletzt als Grubenbetriebsführer auf der Schachtanlage Friedrich Heinrich/Rheinland. 1994 begann für Ihn der Ruhestand, eine Zeit, die er tatkräftig nutzte, um sich als Bergmann für bergmännische Tradition zu engagieren! Überall dort, wo sich Manfred Stratenhoff ehrenamtlich eingebrachte, hat er deutliche Akzente gesetzt. Seit 1993 leitete er den
RDB-Bezirksverein Moers, und jetzt die Bezirksgruppe Moers.

Daneben gehört er zu den Mitbegründern der „Fördergemeinschaft für Bergmannstradition linker Niederrhein“.
Manfred Stratenhoff, 1939 in Oberhausen geboren, hatte bereits als Fünfjähriger seine erste Grubenfahrt. 1954 begann er auf der Zeche Altstaden seine Berufsausbildung und setzte damit eine  lange familiäre Bergmannstradition fort.
Manfred Stratenhoff wird aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden des BV-Niederrheins ernannt.

 

 

Desweiteren gibt es zwei Vorstandsmitglieder, die es zusammen auf über 60 Jahre Vorstandsarbeit bringen.
Es sind unsere Kameraden Dietrich Balduhn und Alwin Erdmann.
Jeder dieser Herren hat es geschafft, die Geschicke des RDB in freiwilliger Vorstandsarbeit für über 30 Jahre mitzubestimmen.Ehrenmitglieder
Dietrich, weil immer engagiert. Jede  Aufgabe, die er übernimmt, kann als erledigt abhakt werden. Zuverlässigkeit trägt im BVN den Namen Balduhn.
Über 30 Jahre Vorstandsarbeit haben aus Alwin Erdmann einen Experten in Sachen RDB gemacht, und ich kann ihnen sagen, die Impulse, die Alwin gibt und gegeben hat, haben auch unseren jüngeren Vorstandskameraden schon des Öfteren ein Erstaunen abverlangt.
Also, was zeichnet die Zwei aus: ich denke, zusammenfassend ist es die selbstlose Arbeit für unseren Verein, denn Alwin und Dietrich sind ein Teil des RDB. In allem was sie tun bzw. getan haben, steht ihr Handeln für Treue zum RDB. Wir, der Vorstand des RDB- BV Niederrhein, ernennen die Kameraden Dietrich Balduhn und Alwin Erdmann zu Ehrenmitgliedern.

 

E.Pelzer

Und noch jemanden möchten wir auszeichnen: der Vorstand des RDB- Niederrhein, übereicht heute unserem Kameraden Ehrenfried Pelzer die Ehrenurkunde des RDB. Bei vielen Gelegenheiten hat sich Ehrenfried bereit erklärt, Funktionen und Arbeiten für unseren BV zu übernehmen.  Es sind oft die kleinen Dinge, die in Summe etwas bewirken.
Mit dieser Auszeichnung danken wir für seine profunde BV-Unterstützung.

 

 

 

 

Nach dem Ablichten der strahlenden Jubilare eröffnete Silvo Magerl den Offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung und bedankte sich bei den Gastrednern mit kleinen Präsenten.

Georg Brandt verlas das Protokoll der Jahreshauptversammlung 2010. In seinem Geschäftsbericht ging unser Geschäftsführer Andreas Klare nochmals auf die Fusion ein, die unseren Mitgliederstand um 232 auf 709 Kameraden anwachsen ließ. Sein Wunsch, das Vereinsleben aktiver zu gestalten, ist mittels Erhöhung von Angeboten (Motorradtouren, Stammtischen, Veranstaltungen der BG Moers) erheblich erfüllter geworden. Auf dem Herzen liegt unserem Webmaster Andreas eine noch intensivere Nutzung der Internetplattform des Bezirksvereins.

Der Kassenbericht unseres Sparwunders Ulrich Bleier erzeugte wieder einmal ungläubiges Erstaunen. Trotz des Freibiers beim Grillabend und Büro- Anschaffungen: unser Kontostand ist Tiefgrün! Wir gehören damit nicht nur „migliedermäßig“ zu den stärksten BV`s in unserem Ring. Den gebührenden Applaus hat unser Schatzmeister aber mit einer Rücktrittserklärung getrübt. Er steht für das Amt leider nicht mehr zur Verfügung.

Den Kassenprüfungsbericht verlas Joachim Frenzel, der mit den Kameraden Quetting und Bangel die Kasse am 16. 3. 2011 beim Schatzmeister geprüft hatten. Frenzel bestätigte eine souveräne Verwaltung, keine Fehler, keine Abweichung und beantragte die Entlastung des Schatzmeisters.

Silvo Magerl bedauerte die Entscheidung unseres Kameraden und bedankte sich für dessen vorzügliche Arbeit. Einer Änderung unseres Wahlzeitraums stimmten alle Anwesenden zu: einstimmig wurde der Zeitraum zwischen den Wahlen auf 2 Jahre festgelegt. Der zum Wahlleiter gewählte Kamerad Ehrenfried Pelzer beantragte die Entlastung des Schatzmeisters und des Vorstandes. Die Entlastungen erfolgten einstimmig. Einziger Kandidat für den Vorsitz im BVN war der jetzige Vorsitzende Silvo Magerl. Er stellte sich der Wahl, und wurde ohne Gegenstimme oder Enthaltungen einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Nach dem Applaus für seine Bereitschaft stellte er seine neue Mannschaft vor und bat um Blockwahl. Der Bitte wurde entsprochen. Der einstimmig gewählte weitere Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

                2. Vorsitzender                         Peter Otte

                Geschäftsführer                       Andreas Klare

                Schatzmeister                          Uwe Grah

                Schriftführer                             Georg Brandt

                Vorstandsmitglied 1                 Dietrich Balduhn

                Vorstandsmitglied 2                 Alwin Erdmann

                Vorstandsmitglied 3                 Carsten Möller

                Vorstandsmitglied 4                 Andreas Nowoczin

                Vorstandsmitglied 5                 Jürgen Saborowski

                Vorstandsmitglied 6                 Michael Walter

Der neue Vorstand

Zu Kassenprüfern gewählt wurden die Kameraden Dietmar Quetting, Cuma Gür, Walter Kirch und Dieter Grell.

Für den Ehrenrat einstimmig wiedergewählt wurden die Kameraden Klumpers, Heiermann und Hörsken.

Unser 1. Vorsitzender Silvo Magerl bedankte sich herzlich bei allen Teilnehmern für die rege Beteiligung, bei den Laudatoren für die klugen Worte und beim ausgeschiedenen Schatzmeister für die exzellente Kassenführung. Er wünschte allen einen guten Appetit beim gemeinsamen 1. Lohberger Hauermahl, das die Auszeichnung: „Dem Obersteiger hat’s geschmeckt“  bekam.

Georg Brandt

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Jahreshauptversammlung 2010 BV Niederrhein.

Der kom. 1. Vorsitzende Peter Otte eröffnete unsere Jahreshauptversammlung mit den Worten: „Tradition bezeichnet die Weitergabe von Gepflogenheiten, Gebräuchen und Überzeugungen.“

Wohl auch deshalb begrüßte er als erstes unsere Ehrengäste: den 1. Vorsitzenden des RDB, Theo Schlösser,
den Oberstudiendirektor Gerhard Weitzel, der unserem Wunsch, die Laudatio auf unsere Jubilare zu halten, nachgekommen ist, den Ehrenrat unseres BV Karl Klumpers, Werner Hörsken und Erwin Heiermann, sowie den Glückauf-Chor Walsum mit seinem Chorleiter Fritz Greis, der die Feierstunde unserer JHV musikalisch begleitete.!. Vorsitzender (kom.) Peter Otte

Mit den Worten: „Für jeden Menschen gibt es eine Zeit in der er so war, wie wir ihn kannten. Die Zeit in der er nun ist, bleibt uns fremd, da der Verstand nur aus der Vergangenheit lebt und für die Zukunft Glauben braucht“, leitete Peter Otte die Totenehrung ein. Unser Bezirksverein betrauerte den Tod seiner Kameraden Hermann Ossenbach, Karl Buschkamp und Alfred Karlgut. Die Anwesenden hatten sich während der Ehrung von ihren Plätzen erhoben.

In seinem Jahresrückblick erwähnte Peter Otte die erfreuliche Tatsache, dass die RAG Deutsche Steinkohle trotz der Mitte des Jahres 2009 durchschlagenden Finanz- und Wirtschaftskrise seine Produktions-, Absatz- und Kostenziele zum Ende des Jahres doch noch erreichen konnte.
Er forderte, weiterhin unseren bergbaulichen Verpflichtungen nachzukommen, denn die Entscheidung über einen Sockelbergbau oder aber Auslauf bis 2018 steht unmittelbar bevor. Wir stehen jetzt 2 Jahre vor Inkrafttreten der Revisionsklausel. Dass der Ausstieg aus der Förderung heimischer Steinkohle industrie-, energie- und strukturpolitisch falsch ist, braucht wohl in diesem Kreise nicht betont zu werden.

Das Thema „schrumpfende Mitgliederzahlen“ wurde auch auf der erweiterten RDB- Vorstandssitzung im letzten Jahr ausführlich behandelt, ein probates Mittel wurde nicht gefunden. Wir als Bezirksverein stellen uns ebenfalls dieser Herausforderung, und sehen hierin eine unserer Hauptaufgaben in der künftigen Vorstandsarbeit. Ein probates Mittel sehen wir im Zusammenschluss von Bezirksvereinen.
Nach dem Motto „Einigkeit macht stark“, hat der BV Niederrhein mit dem BV Moers fusioniert. Wir sind mit aktuell 710 Mitgliedern damit viertgrößter Bezirksverein im RDB und darauf ein wenig stolz.

Auf dem Winterfest am 9. Januar 2010, auf unserer Homepage und in der Einladung zur heutigen JHV haben wir alle Mitglieder darüber informiert, dass Dirk Rosinski sein Amt als 1. Vorsitzender aus persönlichen Gründen niedergelegt hat und auch für weitere Vorstandsarbeit nicht mehr zur Verfügung steht. Wir, der gesamte Vorstand, möchten heute nochmals die Gelegenheit nutzen, uns für die langjährige Tätigkeit die Dirk in der verantwortungsvollen Rolle des ersten Vorsitzenden geleistet hat, zu bedanken.

Unser RDB- Ehrenvorsitzende Heinz MarbachHeinz Marbach begrüßte sowohl alle Anwesenden als auch die Fusion unserer beiden Bezirksvereine. Das Zusammenschweißen sichert unser Bestehen! Positive Pflicht und bleibende Aufgabe ist die Weiterführung unserer berufsständischen Vereinigung.

Der 1. Vorsitzende des RDB e. V., Theo Schlösser, begrüßte in seinem Grußwort die RDB-Kameraden unseres BV – hier auch die der neuen Bezirksgruppe Moers - auf das Herzlichste und überbrachte die Grüße des gesamten Hauptvorstandes. Besonders freue es ihn, dass die Fusion mit dem BV Moers so zielgerichtet und erfolgreich durchgeführt worden sei, und dankte dafür allen Beteiligten.

Darüber hinaus hob er nochmals die Ziele und das Anliegen der Gründer des Verbandes vor 60 Jahren heraus, also den Führungskräften im Bergbau einen festen nach Innen und Außen gerichteten berufsständischen Rahmen zu schaffen und den dauerhaften Prozess des lebenslangen Lernens auf einer gesicherten Basis zu intensivieren. Gleichrangiges Ziel sei aber auch, damals wie heute, die Pflege bergmännischer Traditionen und Kameradschaft, die besonders auch in unserem BV gelebt werden. Er machte deutlich, dass „Lebenslanges Lernen“ weiterhin das erklärte Ziel des RDB e. V. bleiben muss und die

stetige Weiterentwicklung der Technik und der Erfolg der deutschen Rohstoffindustrie nur mit dem Engagement und der Veränderungsbereitschaft der Führungskräfte, d. h. auch der RDB- Mitglieder gelingen kann. Theo Schlösser

Theo Schlösser erläuterte nochmals die Zielsetzung für die Kooperation mit anderen Verbänden in der Bundesrepublik. Schulterschluss über Branchengrenzen hinweg, Erfahrungsaustausch mit Führungskräften außerhalb der Energiewirtschaft und der Rohstoffindustrie sowie die Möglichkeit der politischen Nähe und Einflussnahme seien mehr denn je der Garant dafür, dass man als Partner Gehör findet. Der RDB könnte damit die ausdrücklich gewünschte Möglichkeit schaffen, seine Interessen, besonders in der Energiepolitik, mit mehr politischem Gewicht vorzutragen. Dabei würdigte er auch das besondere Engagement unseres BV bei dieser Zielsetzung. Eine überwiegende Zustimmung für eine Kooperation mit einem anderen Verband sei allerdings in den Bezirksvereinen des RDB heute noch nicht gegeben. Eine Splittung des RDB dürfe es aber in diesem Zusammenhang in keinem Fall geben, so dass ein Beitritt des RDB zum ZBI oder zu einer anderen Institution zumindest zurzeit noch nicht aktuell sei.
Ebenso ging Theo Schlösser nochmals auf die Interessen unseres Ingenieurverbandes bei der öffentlichen Meinungsbildung betreffend die Rohstoffindustrie ein. Das diesbezügliche bewusste Übergehen grundlegender journalistischer Arbeitsprinzipien von vielen Medien sei in letzter Zeit mit äußerster Besorgnis zu betrachten. Dadurch könnten in unverantwortlicher Weise die Meinungsbildung in weiten Teilen der Öffentlichkeit manipuliert sowie unbegründete Ängste in den jeweiligen Rohstoffregionen und letztlich bei den Mitarbeitern der jeweiligen Unternehmen geschürt werden. Solche Vorgehensweisen ständen in krassem Widerspruch zum Selbstverständnis der Rohstoffindustrie in Deutschland, die auf einem Stand des Umweltschutzes arbeitet, der andernorts noch vollkommen unbekannt ist.
Für uns im RDB sei es deshalb unabdingbar, uns als Ingenieure und Techniker in der Rohstoffindustrie weiterhin für diese, unsere ureigenen Belange zu engagieren und tendenziösen Berichten und Meinungen entgegen zu treten. Hier sei jeder von uns im RDB an seinem Platz gefordert!
Mit einem herzlichen Dank an den Vorstand des Bezirksvereins für seine erfolgreiche Arbeit schloss Theo Schlösser seine Ausführungen und wünschte dem neu zu wählenden Vorstand unseres BV viel Erfolg für die zukünftigen Aufgaben, wobei er unserem BV die Unterstützung des Hauptvorstandes zusicherte. Verdienter Applaus an unseren Motivations-Diplom- Ingenieur.

Die Jubilar-Ehrung begann mit OStD i. E. Gerhard Weitzel, ein mit geballtem Wortwitz ausgestatteter Bergschuldirektor, durch die aufschreckende Bemerkung: „Wie schlecht muss es um einen Bezirksverein bestellt sein, wenn er einen Pauker einlädt, der die Laudatio für verdiente Jubilare halten soll?“ - : Weil der BV Niederrhein Bescheid weiß! Erstens haben viele seine Kompetenz persönlich erleben dürfen, zweitens ist er nach RDB- Kriterien selber Jubilar,(er hat seine 1.Grubenfahrt auf Friedrich der Große vor 35 Jahren verfahren) und drittens weiß er als letzter Bochumer Bergschuldirektor, dass die Hamborner Bergschule vor genau 100 Jahren gegründet wurde.Gerhard Weitzel

Es folgte der gelungene Versuch, einen geschichtlichen Bogen von der Zeit Napoleons bis zum Heute zu schlagen über den Versuch, theoretisch geschulte Bergleute auf die Gruben loszulassen.
Es begann am 19. Oktober 1814, als die „Generalverwaltung des Salz-, Berg- und Hüttenwesens“ in Berlin Carl Martin Hummel, dem Direktor der Essener Stadtschule, die Genehmigung erteilte, „Bergzöglinge“ wöchentlich vier Stunden in „Angewandter Mathematik“ zu unterrichten. Ein Jahr später kamen vier Stunden Zeichenunterricht durch den Markscheider Baur hinzu. Der Anfang im Ruhrgebiet war gemacht. (alle ehemaligen Bergschüler singen heute noch das hehre Lied: ein Fach können wir noch vertragen).
1963 wurde aus der Bochumer Bergschule die „Ingenieurschule für Bergwesen“ gegründet, 1964 die Bergbaufachschule, die spätere Bergfachschule, die nun Berufskolleg Fachschule für Technik der RAG BILDUNG Berufskolleg GmbH heißt. Aus der Ingenieurschule wurde 1971 die Fachhochschule, die 1995 in TF Georg Agricola umbenannt wurde und seit 1998 den Zusatz „University of applied Science“ führt.
An der Entwicklung des bergmännischen Schulwesens war der Ring ehemaliger Bergschüler, heute RDB, nicht ganz unbeteiligt. So ist es dem RDB zu verdanken, dass im Jahre 1972 die Absolventen der „alten“ Bergschule nachgraduiert werden konnten, die sog. 150-Marks-Ingenieure. Die Kameraden, die diese 150 DM investierten wurden anschließend Dipl.-Ing. Ebenfalls Verdienst des RDB ist es, dass seit 1992 die Absolventen der Bergschule Europa-Ingenieur werden können. Zur Zeit sind wir im RDB dabei, den sog. Kopenhagener-Prozess zu begleiten, der ähnlich den akademischen Titeln des Bologna-Prozesses wie Bachelor und Master eine europäische Vergleichmäßigung der beruflichen Qualifikationen bringen soll. So ist im Moment für Techniker die Bezeichnung „State Certified Engineer oder Bachelor professional“ in der Diskussion.
Sie erkennen aus dem vorher gesagten, so OStD Weitzel, dass die berufliche Bildung im Bergbau immer einen hohen Stellenwert gehabt hatte und hat. Dies wurde beispielsweise dadurch dokumentiert, dass die Bergfachschule im Jahre 2003 den mit 10.000 € dotierten Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung für ihr Qualitätsmanagementsystem entgegennehmen durfte.

Dies zeigt aber auch, dass wir beim RDB in der richtigen berufsständischen Vereinigung sind.

Unter dem donnernden Applaus für diese außerordentlich informative, beispielgebende Schulstunde wurden unsere Jubilare ausgezeichnet:

 Für ihre vor 35 Jahren verfahrene 1. Schicht im Bergbau wurden Heinz-Dieter Baldy, Ulrich Bangel, Peter Breiing, Helmut Brinkhoff, Jan Czekalla, Ignacio Diaz, Peter Döbrich – Gmeiner, Karl- Max Erdmann, Joachim Frenzel, Dr. Joachim Geisler, Bernd Glatzel, Rainer Guthof, Bernhard Heeck, Ulrich Holtwiesche, Manfred Kögler, Roland Kokert, Michael Kurtz, Robert Lendzian, Heinz Lesage, Werner Mackiewitz, Silvo Magerl, Heinz-Peter Mende, Raimund Müller, Rainer Nehm, Ulrich Polomski, Hans Radünz, Peter Schmidtke, Friedhelm Schult, Thomas Stolpe, Werner Urbainczyk, Uwe Weiß und Thomas Zak mit dem Ehrenhäckel des RDB ausgezeichnet.  

Für 25järige Mitgliedschaft im RDB erhielten die Silberne Ehrennadel die Kameraden Jürgen Belkot, Kerim Cavus, Markus Cyris, Gerhard Czech, Heinz-Peter Dzialas, Karl-Max Erdmann, Eckhard Freek, Jochen Frowein, Michael Gillner, Klaus Gorba, Dirk Guthardt, Rainer Hecht, Silvo Magerl, Michael Neuhaus, Horst Neumann, Reinert Oehmichen, Reinhard Overbeck, Ulrich Polomski, Dieter Reddig, Frank Schmitz, Dirk Smolnikar, Michael Uhde, Anton Vukas, Detlef Weyers, und Bernhard Wölk.

Eckhard Feller erhielt für 40jährige Mitgliedschaft die Goldene Ehrennadel

und die Kameraden Albert Bazzanella, Manfred Hernicke, Günter Ochmann, Paul Psiuk und Hans-Dieter Schleuter für 50 Jahre Mitgliedschaft die RDB- Ehrenarmbanduhr mit Urkunde.
Urkunden für 55 Jahre Mitgliedschaft
erhielt Josef Gillner und für 60 Jahre Treue zum RDB Gerhard Quetting und Edmund Czapczyk.

Das mit dem Glückauf-Chor Walsum gemeinsam gesungene Steigerlied beendete den festlichen Teil unserer Veranstaltung.

Nach dem Fotoshooting eröffnete Peter Otte den Offiziellen Teil unserer Jahreshauptversammlung, bedankte sich bei den Gastrednern mit kleinen Präsenten und großem Dank.

Jubilare JHV 2010 BVN

Georg Brandt verlas das Protokoll der Jahreshautversammlung 2009.Georg Brandt

In seinem Geschäftsbericht ging Andreas Klare besonders auf die Altersstruktur in unserem BV ein. Danach sind 56% unserer Mitglieder jünger als 55 Jahre und 16% älter als 75 Jahre.Andreas Klare

Beim Festakt während der erweiterten Vorstandssitzung in Essen wurden unsere Kameraden Lothar Baron, Werner Kleinelsen und Harry Spiering für ihre 60jährige Mitgliedschaft im RDB geehrt. Die Ehrung für unseren Kameraden Bernhard Wesely wurde bei ihm privat durchgeführt. Bei den Veranstaltungen unseres BV hob Geschäftsführer Andreas Klare besonders die Qualität und die rege Teilnahme hervor. Beim unserem Herbstfest hatten sich 103 Kameraden bei BV-Grillspezialitäten und Freibier getroffen.

 

Der Kassenbericht unseres Schatzmeisters Ulrich Bleier stieß wieder einmal auf staunende Zuhörer.Ulrich Bleier So muss Geld verwaltet werden. Alle anstehenden Aufgaben, alle Versprechungen trotz Wirtschafts- und Finanzkrise wurden voll erfüllt und das Ist sogar um ein Paar Euros erhöht. Die Fusion mit dem BV Moers ergab, dass in beiden Bezirksvereinen verantwortungsvoll mit den Mitgliedsgeldern umgegangen wurde. Beide hatten Rücklagen gebildet, beide haben bewiesen, mit Geld besser umgehen zu können als der Bund, die Länder sowie Städte und Kommunen. Verdienter Applaus für unsere Gralshüter.

Den Kassenprüfungsbericht verlas Dieter Doersch, der mit den Kameraden Michael Weiß, Alfred Blitz und Dietmar Quetting die Kasse geprüft hatte. Er bescheinigte Ulrich Bleier eine einwandfreie Kassenführung, lobte die detailgenaue Buchführung und bat um Entlastung des Schatzmeisters.

 

Der zum Wahlleiter gewählte Kamerad Erwin Heiermann beantragte die Entlastung des Schatzmeisters, die einstimmig erteilt wurde, und die Entlastung des weiteren Vorstandes, die ebenfalls einstimmig erfolgte.

1.Vorsitzender Silvo MagerlFür die durch den Rücktritt von Dirk Rosinski vakante Position des 1. Vorsitzenden wurden zwei Vorschläge gemacht: für Silvo Magerl und für Peter Otte, der kommissarische Vorsitzende seit dem Rosinski- Rücktritt. Peter Otte stellte sich aus persönlichen Gründen nicht für das Amt zur Verfügung, sodass  Silvo Magerl  bei zwei Gegenstimmen  zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde.

Der neue Vorsitzende bedankte sich für das Vertrauen, versprach Kontinuität und den Mut, Neues zu wagen.
Der von Silvo Magerl gewünschte Vorstand wurde vorgestellt mit der Bitte um Blockwahl. Der Bitte wurde entsprochen.

 

 

Der einstimmig gewählte weitere Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

  • 2. Vorsitzender Peter Otte
  • Geschäftsführer Andreas Klare
  • 1. Schatzmeister Ulrich Bleier
  • 2. Schatzmeister Uwe Grah
  • 1. Schriftführer Georg Brandt
  • 2. Schriftführer Harald Morzinek
  • Vorstandsmitglied 1 Dietrich Balduhn
  • Vorstandsmitglied 2 Alvin Erdmann
  • Vorstandsmitglied 3 Carsten Möller
  • Vorstandsmitglied 4 Andreas Nowoczin
  • Vorstandsmitglied 5 Manfred Stratenhoff
  • Vorstandsmitglied 6 Jürgen Saborowski

Der Vorstand

Zu Kassenprüfern gewählt wurden die Kameraden Dietmar Quetting, Joachim Frenzel, Ulrich Bangel und Manfred Kögler.

Unser neuer 1. Vorsitzender Silvo Magerl bedankte sich zum Schluss herzlich bei den Laudatoren Marbach, Weitzel und Schlösser und bei Peter Otte für seine hervorragende Führung des BV’s während der Übergangszeit, wünschte allen einen guten Appetit beim gemeinsamen „Hauermahl“ und allen Bergleuten viel Bergmannsglück.

Georg Brandt

 

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JHV 2009

Wer glaubt, eine Jahreshauptversammlung sei eine trockene, ja staubtrockene Veranstaltung,
hat unsere am 15. März verpasst.

Man nehme einen Saal voll engagierter Mitglieder, einen glänzend aufgelegten Bergmanns- Chor, einen mit profundem Wissen ausgestatteten eloquenten Professor als Laudator für unsere Jubilare, sowie einen Ringvorsitzenden, der als Diplom- Motivator fungiert, und den Sinn und Zweck unserer bergmännischen Vereinigung auf den Punkt bringt.

Der Concordia- Chor Lohberg mit seinem Dirigenten Norbert Grundhöfer eröffnete um 10 Uhr unsere Jahreshauptversammlung mit dem frohen Sängermarsch und hatte damit auch den Letzten eingestimmt.

Andreas Nowoczin begrüßteNowoczin web in Abwesenheit unseres 1. Vorsitzenden Dirk Rosinski, der aus gesundheitlichen Gründen passen musste, unseren Ehrenrat, bestehend aus unserem Ehrenmitglied Karl-Friedrich Klumpers und den Kameraden Werner Hörsken und Erwin Heiermann, den Vorsitzenden des RDB, unseren Kameraden Theo Schlösser sowie den Laudator der Veranstaltung, unseren ehemaligen BV- Vorsitzenden, den Universitäts- Professor Dr. Oliver Langefeld von der Uni Clausthal mit großem Applaus aller Anwesenden.

Bei der anschließenden Totenehrung für unsere im abgelaufenem Jahr von uns gegangenen Kameraden Franz Momper, Dieter Neiß, Jose Muradas, Alfred Loosen, Heinz Karrenberg, Manfred Hartmann, Wilhelm Palapys und Dieter Welzel sowie aller in die „ewige Knappschaft“ abberufenen Bergleute, hatten sich die Anwesenden bei dem vom Chor gesungenen „Gebet der Bergleute“ von ihren Plätzen erhoben. Andreas Nowoczin bedankte sich bei den Verstorbenen für ihre Treue und Verbundenheit mit unserem RDB und versicherte ihnen ein Weiterleben in unserer Gemeinschaft, in unseren Gesprächen und unseren Gedanken.

In seinem Jahresrückblick ging Andreas Nowoczin insbesondere auf die momentane Situation hervorgerufen durch die Schließung der Schachtanlage Walsum, auf die beschlossenen Stilllegungen der Bergwerke Ost, West und Saar bis 2012 und die im deutschen Steinkohlenbergbau dadurch zu erwartenden Veränderungen ein.

Als kleiner Stimmungsaufheller erwies sich seine Mitteilung, dass die Getränke von der BV-Kasse übernommen werden und unser kommendes Winterfest schon in trockenen Tüchern sei. Ein Übriges tat der Lohberger Chor mit seinem geschmetterten Hit „Bergleut’ sind die schönsten Leut’. Glückauf Concordia!“

Der 1. Vorsitzende des RDB, Diplom- Motivator Theo Schlösser, überbrachte in seiner ihm eigenen gewinnenden Art die Grüße des Hauptvorstandes. Er bedankte sich beim Bezirksverein Niederrhein für die bewiesene Konstanz in der Vereinsarbeit trotz aller erlittenen Widrigkeiten, beglückwünschte unseren BV zu der gelungenen Verjüngung des Vorstandes und hob im besonderen den sichtbaren Willen unseres BV hervor, eine drohende „Traditionskompanie“ durch die Aufnahme junger Mitglieder progressiv anzugehen. Der RDB mit seinen rund 7900 Mitgliedern konnte im letzten Jahr 217 junge Kameraden hinzugewinnen. Ein Anfang.

In der Klima- Energie-Politik sieht der 1. Vorsitzende den RDB durch eine Zusammenarbeit mit Verbänden gleicher Zielsetzung unter dem Dach des „ZBI“ auf einem guten Weg. Mit Befriedigung aufgenommen wurde seine Aussage, dass unsere Zeitschrift „bergbau“ auch weiterhin ohne Beitragserhöhung in Umfang und Qualität monatlich erscheinen wird.

Theo Schlösser sieht den RDB und den Bezirksverein Niederrhein auf einem guten Weg, - trotz der Schließung des Bergwerks Walsum. Rheinländer eben, aber kein „et is noch imma jut jejange“- Kölner. Ein Macher aus Aachen.

Die Laudatio auf unsere Jubilare hielt, aus Goslar angereist, der gebürtige Oberhausener, ehemaliger Vorsitzender unseresBezirksvereins, Dekan und Professor an der Universität Clausthal, Dr. Oliver Langefeld.Er hätte mit Freude die Einladungzur Jubilarehrung „seines“ BV entgegen genommen.Prof.-Dr. Langefeld web „Der Harz ist schön, aber Heimat bleibt Heimat“. Vor sieben Jahren übergab er den Vorsitz an Dirk Rosinski-, und nun schaue er in lauter junge Vorstandsgesichter! Lacher, denn er schaute dabei nach rechts, die „alten“ Gesichter saßen links und hielten sich bedeckt.Der Professor begann seinen Streifzug durch die Geschichte des Ruhrgebiets mit der Gründung der Antony- Hütte vor 250 Jahren in Oberhausen- Osterfeld. Die Schwerindustrie erlebte in der Nachkriegszeit ihren Höhepunkt. Seitdem erkalten Hochöfen, werden Bergwerke geschlossen.

Als die heutigen Goldjubilare dem RDB (ReB) beitraten, war die Krise des Bergbaus schon in vollem Gange. Die Bergbaureviere Aachen, Niedersachsen, Ruhr und Saar schlossen sich in Essen zur Notgemeinschaft deutscher Steinkohlenbergbau GmbH zusammen. Den deutschen Verbrauchern sollte inländische Kohle zum niedrigeren Weltmarktpreis angeboten und die Preisdifferenz ausgeglichen werden. Bei einem Preis von 50-70 DM/t und einem Hauerlohn von rund 520 DM im Monat, war die Kohle Ende der 50er Jahre relativ teuer.

Auf Druck der Zechenbelegschaften organisierte die IG Bergbau einen Protestmarsch nach Bonn. 60.000 Bergarbeiter demonstrierten unter dem Motto „Sicherheit statt Chaos“ gegen die Energiepolitik der Bundesregierung. Nach der Schließung weiterer Bergwerke nehmen die Massenproteste zu, ohne Ergebnis. Im hiesigen Raum wird die Großschachtanlage Friedrich Thyssen 4/8 stillgelegt. Die Feierschichten im Bergbau überschreiten die Fünf-Millionen-Grenze.

Unter dem Druck der anhaltenden Proteste entschließt sich die Bundesregierung Anfang 1959 zur Zahlung eines Härteausgleichs für Bergarbeiter. Am 1. Mai 1959 tritt die Fünf-Tage-Woche in Kraft.

Als Schwarz-Weiß Essen durch einen 5:2 Sieg gegen Borussia Neunkirchen den DFB-Vereinspokal gewinnt, wird der von den Gewerkschaften geforderte volle Lohnausgleich etappenweise gewährt. Es gibt noch 63 Bergwerksgesellschaften im Ruhrrevier, 4 im Aachener und 4 im niedersächsischen Revier. Insgesamt gab es Ende der 50er Jahre über 160 Schachtanlagen im Bundesgebiet. Die Leistung allerdings lag bei 1.2 t pro Mannschicht.

1959 gab es schon den BV Rechter Niederrhein und unsere Fachzeitschrift „bergbau“, die sich- interessanter Aspekt- damals noch groß schrieb. In der anderen Bergbau- Zeitschrift „Glückauf“ wird an den ersten Todestag von Dr. Wilhelm Roelen erinnert. Er war Generalbevollmächtigter der Thyssen- Bornemisza- Gruppe, zu der auch das Verbundbergwerk Walsum gehörte.

Bei der Skizzierung der Entwicklung des Bergwerks Walsum kam unser Professor als ehemaliges Belegschaftsmitglied so richtig in Schwung, war er doch an der Fortsetzung der effizienten Mechanisierung im Bergbau nicht ganz unbeteiligt. Natürlich band Dr. Langefeld Prof. Günter Fettweis, 1959 Betriebsdirektor auf Osterfeld, in seine Laudatio verdienterweise mit ein. Der Mechanisierungspionier erkannte früh das Thema Organisation und Kostensenkung und rückte dann, als Professor in Leoben, die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Industrie und Hochschulen in den Vordergrund. Hinter der Hacke ist es duster? Bringen wir Licht ins Dunkle.

Den 25er Jubilaren verblieben 1984 nur noch drei Gesellschaften an der Ruhr. Alle Bergwerke des Bezirksvereins Niederrhein gehörten zur Bergbau AG Niederrhein.

Bundesweit wurden aus 34 Bergwerken 74 Mio. t gefördert. Der Mechanisierungsgrad lag bei über 99% - und das in Clausthal erfundene Drahtseil feierte seinen 150. Geburtstag.

Professor Dr. Langefeld ging mit Zahlen und Fakten auch auf die momentane Krise ein, die sich mit dem, was die Jubilare in den letzten 50 Jahren erleben mussten, dann doch stark relativierte. Er zitierte Bernd Stelter aus dem Kölner Karneval:

„Wenn mich die derzeitige Krise derart trifft, wie der Aufschwung davor, dann geht sie mir am Arsch vorbei.“

Nach dem schallenden Gelächter wünschte er den Jubilaren alles Gute, Zufriedenheit und Gesundheit, den noch Berufstätigen viel Bergmannsglück, oder, wie Professor Christoph Traugott Delius gesagt hätte: eine große Bergbaulust.

Andreas Nowoczin dankte „unseren“ Professor für die „Vorlesung“ mit einem Buch und einem Schluck Wein als Wegzehrung in den fernen Harz.

Nach dem mit dem Concordia- Chor gesungenen Bergmannslied folgte nach dem Bergmannsschnaps die Auszeichnung der Jubilare:

Das Ehrenhäckel des RDB für ihre 1. verfahrene Schicht vor 35 Jahren erhielten die Kameraden Detlev Bahr, Hans Biastoch, Herbert Eschrich, Dietmar Fuchs, Günther Goebert, Elmar Gormann, Uwe Grah, Dr.-Ing. Wolfgang Herting, Ulrich Kimmit, Thomas Kosche, Reiner Lewandowski, Detlef Lindner, Raymond Porwit, Wolfgang Salatino, Holger Schröter, Harald Schwink, Jörg Stratenhoff und Manfred Stritzke.

 

Die RDB- Nadel mit Silberkranz für 25-jährigr Mitgliedschaft im RDB erhielten die Kameraden Thomas Beerwerth, Christoph Bruns, Karl-Heinz Fey, Dr.-Ing. Joachim Geisler, Andreas Grune, Ulrich kimmit, Roland Kokert, Werner Kraasch, Reiner Lehm, Robert Lendzian, Werner Menzel, Detlev Nöcker, Andreas Nowoczin, Werner Nuyken, Thomas Ochtrop, Martin Przypadlo, Dietmar Quetting, Theodor Reinhard, Harald Schwink, Helmut Spitza, Thomas Tafel, Wolfgang Traud, Michael Weiß und Uwe Winkler.  

 

Für ihre RDB –Mitgliedschaft seit 50 Jahren erhielten die Kameraden Gustav Backhauß, Werner Bätz, Georg Brandt, Helmut Glaser, Norbert Käsler, Rolf Axning, Edmundt Czapczyk, Hans-Bernhard Döhl, Walter Gorba, Alfred Karlgut, Hans-Joachim Keddi, Werner Kleinelsen, Josef Knipps, Karl Körner, Frank Meyer, Hans Michaux, Gerhard Quetting, Dieter Raub, Helmut Schlütter, Herbert Schneider, Hans-Erich Stratenhoff, Heribert Vennemann, Siegfried Vöpel und Gerhard Wittig

die Ehren-Armbanduhr des RDB mit einer Urkunde.

Jubilare web

Nach dem Fotoshooting eröffnete der 2. Vorsitzende Andreas Nowoczin mit einem Dank an alle, die das Räderwerk unseres BV „am Laufen“ halten den offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung.

Nach dem Verlesen des Protokolls der JHV 2008 folgte der Geschäftsbericht durch den Geschäftsführer.

Silvo Magerl erwähnte im Besonderen unsere im letzten Jahr durchgeführten gut besuchten Veranstaltungen, die Teilnahme am 40. Delegiertentag des RDB in Essen und das gelungene Herbstfest, unseren Grillabend im neuen Zuhause, im Gartenverein1941 in Walsum. Unser BV hat zurzeit 494 Mitglieder.

Der Kassenbericht unseres Schatzmeisters Ulrich Bleier strotzte wieder einmal auf eine bis auf den letzten Cent belegten Bilanz. Ein Plus gegenüber dem Vorjahr, Freibier beim Herbstfest, freie Getränke bei der heutigen JHV, - Uli weiß, was Männer wünschen.

Die Bleiersche „Sparmaßnahme“, Anschaffung eines Druckers, wurde ebenfalls durchgeführt, ohne Spuren zu hinterlassen.Gegen ein schlechtes Gewissen bei soviel Wohltat hatte er ein Sparschwein für Sensible aufgestellt.
Gute Zwecke finden sich.

Den Kassenprüfungsbericht verlas Dieter Doersch. Er hatte mit den Kameraden

K.-H. Becker und Albert Bazzanella die Kasse am 27. Februar beim Schatzmeister geprüft. Die Kontrolle ergab keine Beanstandungen. Bestätigt wurde dem Kassierer eine fehlerfreie, bis ins Detail genaue Buchführung. Dieter Doersch bedankte sich für die geleistete Arbeit und beantragte im Namen der Prüfungskommission die Entlastung des Schatzmeisters. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Zum Punkt Aussprache zu den Berichten gab es keine Wortmeldung.

 

Der einstimmig zum Wahlleiter gewählte Kamerad Karl-Heinz Kirschei beantragte die Entlastung des weiteren Vorstands. Die Entlastung erfolgte einstimmig. K.-H. Kirschei beglückwünschte den Vorstand für die erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Jahr und wünschte sich einen reibungslosen Ablauf der Neuwahlen.

Dirk Rosinski hatte seine Bereitschaft, den Vorsitz weiter zu übernehmen, schriftlich vorgelegt. Dirk Rosinski wurde ohne Gegenkandidaten einstimmig zum

1. Vorsitzenden des BV Niederrhein wiedergewählt.

Bei der Wahl des neuen Vorstandes gab es zwei Neuerungen: unser Geschäftsführer Silvo Magerl legte aus persönlichen Gründen sein Amt nieder. Unser bisheriger Webmaster Andreas Klare stellte sich daraufhin für die Position „Geschäftsführer des BV Niederrhein“ zur Verfügung. Die Position „Webmaster“ übernimmt das Vorstandsmitglied Uwe Grah.

Der vom 2. Vorsitzenden erwünschten Blockwahl des nun aus nur noch zehn Mitgliedern bestehenden Vorstandes schloss sich die Versammlung an.

Der ohne Gegenstimme gewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 

      1. Vorsitzender Dirk Rosinski

      2. Vorsitzender Andreas Nowoczin

      Geschäftsführer Andreas Klare

      1. Schatzmeister Ulrich Bleier

      2. Schatzmeister Carsten Möller

      Schriftführer  Georg Brandt

      Webmaster  Uwe Grah

      Mitgliederbetreuung Dietrich Balduhn

      Mitgliederbetreuung Peter Otte

      Mitgliederbetreuung Harald Morzinek

 

Zuständig und Ansprechpartner für unsere Pensionäre ist der gesamte Vorstand.

 

Zu Kassenprüfern gewählt wurden die Kameraden Dieter Doersch, Michael Weiß,

Dietmar Quetting und Alfred Blitz.

 

„Silvos Ausscheiden tut dem Vorstand weh“, auf diese Formel brachte es Andreas Nowoczin bei der Verabschiedung unseres alten Geschäftsführers. Als Dank für hervorragende Vorstandsarbeit und als Absicherung für sein Leben ohne Vorstand bekam Silvo Magerl vom Bezirksverein einen “Revival- Korb“ in Form einer Gezähekiste. Der Inhalt war seinem Alter angemessen.

Beim Punkt Verschiedenes wies Kamerad Bergwerksdirektor i. R. Wolfgang Traud, auf die Romantrilogie von Inge Litschke „Im Schatten der Lohberger Fördertürme“ - „Kindheit und Jugend im Revier“ – „Lohberg 1900 - 1980“ hin, die neu erschienen und nun in den Buchhandlungen erhältlich ist. Des Weiteren bat er um Unterstützung des „Fördervereins zur Erhaltung der Lohberger Fördertürme“ und erhofft sich Beteiligung bei diversen Veranstaltungen im Sommer. 

Andreas Nowoczin wünschte allen einen guten Appetit beim gemeinsamen Mittagessen und allen Kameraden und ihren Familien Glück und Gesundheit.

 

Georg Brandt

 

JHV 2008

„Klinge mein Lied in die Lande hinein… so grüßen Sänger vom Niederrhein!“

Mit seiner erfrischenden Erkennungsmelodie eröffnete der Glückauf– Chor Walsum mit ihrem Dirigenten Christoph Segerath die Jahreshauptversammlung 2008 des Bezirksvereins Niederrhein am 30. März.
Der 1. Vorsitzende des BV’s Dirk Rosinski freute sich, den mit 93 Anwesenden gelebten Gemeinsinn, mit einem kräftigen „Glückauf“ gebührend hervorheben zu dürfen.

Besonderen Applaus erhielten unser Ehrenmitglied Karl- Friedrich Klumpers, die Mitglieder unseres Ehrenrates Werner Hörsken und Erwin Heiermann, sowie der Vertreter des Hauptvorstandes, der 1. Vorsitzende des RDB, Theo Schlösser, der trotz seiner vielen Verpflichtungen unserer Einladung nach Dinslaken ins „Haus Hubertus“ nachgekommen war.
Herzlich begrüßt wurden der Vorsitzende des Glückauf- Chores, RDB- Kamerad Thomas Stolpe und – natürlich - mit besonderem Stolz, unsere im letzten Jahr aufgenommenen Neumitglieder, stehen sie doch für die Kontinuität unseres Ringes.

In der folgenden Totenehrung betrauerte unser BV seine verstorbenen Kameraden Franz Szymoniak, Werner Kreys und Lothar Loth. Hilfsbereitschaft, Ehre, Kameradschaft, Gerechtigkeitssinn, Fleiß, Willen, Entschlossenheit, Gutmütigkeit, Geselligkeit, Respekt dem Anderen gegenüber und Mitgefühl: Mit all diesen Attributen versah Dirk Rosinski Bergleute, wollte damit herausstellen, welch wichtige Menschen unsere Gemeinschaft für immer verlassen haben. Er versprach den verstorbenen Kameraden ein Weiterleben in unserer Mitte, in unseren Gesprächen und unseren Gedanken.

Die Anwesenden hatten sich während der Ehrung der Toten erhoben. 

In seinem Jahresrückblick ging Dirk Rosinski insbesondere auf die Situation des Bergwerks Saar ein. Die Erschütterungen vom 23. Februar 2008 hatten einen unverzüglichen Kohlenstopp zur Folge. Ein konkretes Konzept für das weitere Vorgehen wird am 2. April vorliegen. Er zeichnete ansonsten ein düsteres Bild für die Bergleute mit den schon bekannten Zechenschließungen bis ins Jahr 2012.

Die Begrüßungsansprache vom Kameraden Theo Schlösser filterte positivere Aspekte aus der angespannten Lage: er beglückwünschte den BV Niederrhein zu seinem lebendigen Vereinsleben, warnte vor der Gefahr, dass aus dem RDB eine „Traditionskompanie“ werden könnte, wenn die Zahl der Aktiven weiterhin rückläufig bleibt.In dem „Offenen Brief“ des RDB zur Situation an der Saar forderte man die Aufrechterhaltung der Förderung; auch, weil dort noch 400 RDB- Mitglieder berufstätig sind.Um weiter Aktive an den RDB zu binden, müssen wir natürlich die Zulieferindustrie, die Sparten Torf, Splitgewinnung u.a. mit in unseren RDB einbinden.Es gilt ferner attraktive Konzepte zu entwickeln, um 45- 55jährige von Kündigungen abzuhalten.

Mit Befriedigung aufgenommen wurde seine Aussage, dass unsere RDB- Zeitschrift „Bergbau“ weiter in Umfang und Qualität unverändert erscheinen wird, und dass unsere Justiziarin weiterhin für uns tätig sein wird. Theo Schlösser glaubt fest an die Zukunftsfähigkeit des RDB und unseres Bezirksvereins, auch wenn Walsum schließt.               

Dirk Rosinski dankte Theo Schlösser für den auf sich genommenen weiten Weg und für die aufbauenden Worte, die ein Weitermachen geradezu herausfordern.

Karl Klumpers berichtete über die Arbeit des Ehrenrates unseres BV, erklärte die Liefereinstellung der RAG- Werkszeitschriften an unsere Pensionäre, begründete den Ablauf der Nachehrungen in unserem BV aufgrund des Fair-Play-Gedankens in Verbindung mit den strikten Vorgaben des Hauptvorstandes. Und so kannte man Karl: „Ab 2010 sind wir mit dem Hauptvorstand wieder auf Linie.“

Die Laudatio auf die Jubilare hielt Dirk Rosinski. Selbst „Ranpirscher“ an das Ehrenhäckel des RDB ließ er die Zeiten der Jubilare Revue passieren. Erste verfahrene Schicht vor 35 Jahren im Bergbau bis 50 Jahre Mitgliedschaft im RDB: welch ein geballter Schatz an Bergbauerfahrung im Saal. „Mit dieser Erfahrung und dem Wissen könnten die Jubilare nicht nur Höchstleistungen erbringen, sondern jederzeit ein neues Bergwerk entstehen lassen“. Und welch ein Schatz an Anekdötchen und Einzelwissen beim Dirk. Die Jubilare kamen aus dem Nicken nicht mehr raus. Man erinnerte sich plötzlich auch wieder an einen gewissen „Jägermeister“, der die Trikotwerbung revolutionierte, daran, dass der Ölpreis von 2004 bis 2008 um243% angestiegen ist. Daran, dass Paul Breitner für 1,2 Mio DM von Real Madrid zu Braunschweiger Eintracht wechselte und auf Walsum 1/2 nach Einführung des Doppelwalzenschrämladers ein Rekord nach dem anderen purzelte.

Dass Elektriker unter Tage die Schlosser überrundeten und adelig wurden. Dass Priesen zur Gefahr für empfindliche Elektronikteilchen wurde, dass auf Lohberg selbst die Grubenlok zum „Alpenblitz“ wurde und dem Original auf der Martini- Kirmes in Dinslaken speedmäßig den Rang ablief. Und dennoch Unterschiede: was auf Walsum „Katze“ hieß, nannte sich auf Lohberg „Biene Maja.
Vor 40 Jahren begann Lohberg mit dem Abteufen von Schacht Hünxe, just als „kleines, dickes Müller“ mit 30 Toren in der Saison Bayern zum Meister machte.
Und als vor 50 Jahren das Fördergerüst Schacht 2 auf Lohberg fertig gestellt wurde, schoss der 17jährige „Pele“ Brasilien zum Weltmeister. Und ein weiterer Innovationssprung wurde angesprochen: die Anbindung des rechten Niederrheins an die große, weite Welt. In Walsum wurde die Orsoyer Fähre in Betrieb genommen!

Mit diesem Rückblick auf die stolze Vergangenheit der Jubilare endete die Laudatio, nicht ohne ihnen nochmals den größten Respekt für ihre anteilige Leistung auszusprechen.

Nach dem gemeinsam mit dem Glückauf- Chor gesungenen Bergmannslied folgte nach dem Bergmannsschnaps die Auszeichnung der Jubilare:

Theo Schlösser und Dirk Rosinski konnten folgende Jubilare auszeichnen:

Das Ehrenhäckel des RDB für ihre 1. verfahrene Schicht vor 35 Jahren erhielten die Kameraden Klaus Gorba, Klaus- Dieter Hähner, Uwe Knedel, Detlef Menge, Harald Nowoczin, Fred Ortscheid, Friedhelm Pelzer, Bodo Schröter, Peter Schulte- Mattler, Michael Walter und Bernhard Wölk.

Mit dem Zinnbecher für ihre 1. Schicht vor 45 Jahren wurden die Kameraden
Ulrich Bleier, Hans- Viktor Kobbe und Roman Romanowski ausgezeichnet.

Die RDB- Nadel mit Silberkranz für ihre 25jährige Mitgliedschaft im RDB erhielten die Kameraden
Gerhard Aretz, Elmar Gormann, Klaus Gülzau, Hans- Wilhelm Hölterhoff, Wolfgang Kawula, Peter Klockmann, Manfred Kögler, Hans- Gerd Kösters, Torsten Krieber, Michael Kurtz, Ludwig Lechner, Klaus- Dieter Lempka, Jose Muradas, Wolfgang Plaschke, Roman Romanowski, Dirk Rosinski, Holger Schröter, Rudolf Sterzing, Jörg Stratenhoff, Konrad Stroka und Reiner Vietmeier.

Die RDB Nadel mit Goldkranz und Urkunde für ihre über 40jährige Mitgliedschaft im RDB erhielten die Kameraden
Rudolf Romainczyk, Rolf Tietz, Horst Fischer, Josef Gillner, Friedhelm Hennig, Werner Stuwe, Karl- Ludwig Balbierski, Günter Dlugai, Johannes Rohwer, Ernst Borchardt, Horst Braick, Ulrich Gers, Wolfgang Indefrei, Hansjörg Lilpopp, Heinz Götte, Siegfried Hüttig, Friedhelm Isselhorst, Werner Bätz, Georg Brandt, Helmut Glaser, Norbert Käsler, Albert Bazzanella, Manfred Hernicke, Robert Lendzian, Günter Ochmann, Paul Psiuk, Manfred Roßmanek und Hans- Dieter Schleuter.

 Für ihre RDB- Mitgliedschaft seit 50 Jahren erhielten die Kameraden
Dietrich Balduhn, Heinz Götte, Siegfried Hüttig, Friedhelm Isselhorst, Berthold Kulik und Helmut Quicker die Ehren- Armbanduhr des RDB mit einer Urkunde
.

Nach dem Fotoshooting der Jubilare durch die Paparazzi eröffnete Dirk Rosinski den 2. Teil der Jahreshauptversammlung mit der Wahl der Delegierten für den RDB- Delegiertentag am 17. Mai in Essen. Aus der Versammlung wurden die Kameraden K.-H. Kirschei, Ehrenfried Pelzer, Horst Kiefer, Erwin Heiermann und Achim Holbeck gewählt.

Anschließend bedankte er sich bei allen, die das Räderwerk unseres Bezirksvereins „am Laufen“ halten. Mit diesem Vorstand sei eine harmonische, effiziente Zusammenarbeit im letzten Jahr vorbildlich abgelaufen. Besonders hervorgehoben wurde die Fleißarbeit unseres neuen Geschäftsführers Silvo Magerl.

Nach dem Verlesen des Protokolls 2007 durch unseren Kameraden Georg Brandt, folgte der Geschäftsbericht des Geschäftsführers.

In seinem Bericht fiel die Menschlichkeit auf, mit der Silvo sein Amt ausfüllt. Einerseits führte er aus seinem täglichen Geschehen Fälle von Hilfestellung an Mitgliedern auf, die einem Bezirksverein gut zu Gesichte stehen, während er andererseits ärgerlich auf Kameraden reagierte, die ohne Angabe von Gründen ihrem RDB die Gefolgschaft aufkündigen. So sollte ein Geschäftsführer wohl sein.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr standen 13 Neuaufnahmen 15 Kündigungen entgegen. Leider hatten wir drei Sterbefälle zu beklagen, so dass sich die Mitgliederzahl unseres BV Niederrhein Ende des Jahres auf 516 reduzierte. So ist auch sein Appell zu verstehen: „Bleiben sie uns treu, oder besser noch, werben sie ein neues Mitglied“.

Der Kassenbericht durch unseren Zahlenjongleur Ulrich Bleier gipfelte, wenn mal keine Zahlen genannt wurden, in Weisheiten a la Konfuzius: „Im Vorjahr habe ich gesagt, es geht nicht besser. Jetzt sind wir aber besser. Man sollte nie, nie sagen. Wir sind kein Sparklub“.

Nachdem Einnahmen und Ausgaben auf Euro und Cent offen gelegt wurden, empfand man sogar die Ankündigung der Anschaffung eines neuen Druckers als Bleiersche Sparmaßnahme, denn die Schließungen der Schachtanlagen treffen auch unseren BV auch administratorisch.

Die Kasse war von den Kameraden Dieter Sichtig, Klaus Braick und Gustav Backhauß am 7. März 2008 geprüft worden. Dieter Sichtig bestätigte Ulrich Bleier eine sehr detaillierte, fehlerfreie Buchführung, Geschick im Umgang mit unserem Geld und beantragte im Namen der Prüfungskommission die Entlastung des Schatzmeisters.

Zum Punkt „Aussprache zu den Berichten“ gab es keine Wortmeldung.

Der einstimmig zum Wahlleiter gewählte Kamerad Werner Eisfeld übernahm das „Ruder“ und wechselte sofort von der „Christlichen Seefahrt“ zum Fußball. Sein Dank galt zunächst der Vereinsführung und den drei Liberos (Ehrenrat) für ihren unermüdlichen Ballbesitz. Dabei der Tradition zu folgen, den „Verein“ kontinuierlich in der ersten Liga zu etablieren und zwar immer in der oberen Tabellenhälfte. Und das seit August 1950 ohne Fouls, gelben Karten oder Eigentoren. Werner Eisfeld beantragte die Entlastung des gesamten Vorstandes. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Zur Wahl für den Vorsitz stellte sich Dirk Rosinski auf Anfrage unter großem Applaus der Wiederwahl. Dirk Rosinski wurde einstimmig zum 1. Vorsitzenden des Bezirksvereins Niederrhein gewählt. Er nahm die Wahl an und bedankte sich für das Vertrauen der Mitglieder und beim bisherigen Vorstand für die geleistete Arbeit.

Der Vorsitzende stellte seine neue Mannschaft vor und bat um Blockwahl. Dieser Bitte wurde einstimmig entsprochen.

Der ohne Gegenstimme oder Enthaltung gewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

 

1. Vorsitzender  Dirk Rosinski

2. Vorsitzender  Andreas Nowoczin

Geschäftsführer  Silvo Magerl

Schatzmeister  Ulrich Bleier

Schatzmeister (Stellvertreter) Carsten Möller

Schriftführer / Medienbeauftragter Georg Brandt

Internet-Bearbeitung/Webmaster Andreas Klare

Mitgliederbetreuung 

    Dietrich Balduhn

   Uwe Grah

   Harald Morzinek

    Peter Otte

   

Zuständig und Ansprechpartner für unsere Pensionäre ist der gesamte Vorstand.

Zu Kassenprüfern wurden die Kameraden Klaus Braick, Dieter Dörsch,

Peter Breiing, K.-H. Becker und Albert Bazzanella gewählt.

Dirk Rosinski wünschte allen Kameraden und ihren Familien Glück, Gesundheit

und einen guten Appetit beim gemeinsamen Mittagessen.

 

Mal ohne Einstein „Bergbauerfahrung“ fürs Leben:

Das quietschende Rad wird geölt.

 

Glückauf!

Georg Brandt

 

JHV 2007

Die Umstellung auf die Sommerzeit verursachte keine Reibungsverluste: pünktlich um 10 Uhr begrüßte Dirk Rosinski 93 Mitglieder im Haus Hubertus in Dinslaken. Das sich ausbreitende Wohlgefühl im Kreis der Kameraden wurde durch den Concordia-Chor Lohberg untermauert, denn der schmetterte zum Auftakt der Jahreshauptversammlung: „Bergleut’ sind die schönsten Leut’!“RDB 106 webklein

In seiner Eröffnungsansprache begrüßte unser 1. Vorsitzende besonders unser Ehrenmitglied Karl-Friedrich Klumpers, den 1. Vorsitzenden des RDB- Hauptvorstandes Theo Schlösser, den Männergesangverein „Concordia“ mit seinem Dirigenten Norbert Grundhöfer, den Vorsitzenden des Chores Jürgen Schüring und die anwesenden Neumitglieder, auf die unser BV besonders stolz ist, stehen sie doch für Leben und Fortbestand im „Ring“.

In der folgenden Totenehrung betrauerte der BV unsere Kameraden Hans-Otto Gülzau, Albert Simon, Norbert Knauer und Waldemar Kumpat. Begleitet vom Chor versprach Dirk Rosinski unseren Verstorbenen:

„Und ist auch der letzte Weg zu begehen,sei sicher, links und rechts werden Kameraden, Freunde und Liebende stehen!

Allein warst Du nie, und wirst Du niemals sein!“

Die Anwesenden hatten sich während der Ehrung der Toten erhoben.

 

Wartburg in Dinslaken. Im Vorjahr hatten wir die Interpretation des Liedes: “ Wenn schwarze Kittel scharenweis’“, gesungen vom Glückauf-Chor Walsum, gelobt und damit wohl einen Sängerwettstreit ausgelöst. Fazit: Die Lohberger können’s auch! Wir freuen uns schon auf’s nächste Jahr, dann sind die Walsumer wieder dran.

In seinem Grußwort ging Theo SchlösserRDB 500 webklein auch auf den Wunsch des „BV Rechter Niederrhein“, in „BV Niederrhein“ umbenannt zu werden, ein. Unsere Gründe waren auch dem Hauptvorstand einleuchtend, der uns seine Zustimmung gegeben hat. Durch die Änderung unseres Namens fällt die durch den Strukturwandel innerhalb der DSK (Schließung der Bergwerke Lohberg/Osterfeld und Walsum) bedingte regionale Einschränkung weg und eröffnet unserem BV weiter Perspektiven und Möglichkeiten. Nur so ist eine weiterhin ausreichende Betreuung unserer Mitglieder im „ DSK-Netz“ möglich! Wir erwarten von dieser Maßnahme, dass sie dazu beiträgt, die Zukunft unseres Ringes positiv zu gestalten.

Theo Schlösser hielt auch die Laudatio für die Jubilare in diesem Jahr. Gründe, um mit den Jubilaren zu feiern und sie zu ehren, lagen für den Laudator auf der Hand: es galt einen Bogen zu spannen, der über fünfzig Jahre hinweg von ihm beleuchtet werden konnte. Auf der einen Seite eine technische Entwicklung, welche die Leistung im Bergbau explosionsartig in die Höhe katapultierte, und auf der anderen Seite ein Niedergang des deutschen Steinkohlenbergbaus. Der Bergmann, anfangs umhegt, weil gebraucht, weil lebens- ja überlebenswichtig. Heimische Energie war die Voraussetzung für den Wiederaufbau. Bergingenieure standen für Erfahrungsaustausch und Fortbildung, das Schauen über den Zaun als Hilfe für eine zügige Entwicklung wurde zum wichtigen Kriterium. Da musste versucht werden, das Rad nicht auf jedem Bergwerk neu zu erfinden, sondern von jeder Erfahrung das Beste aufzunehmen und speziell weiter zu entwickeln. Kirchturmdenken stand im Wege. Die Bergschule vermittelte das Rüstzeug und die Fähigkeit, lebenslang weiter zu lernen, ja permanentes Lernen geradezu zur Pflicht machte. Vom Abbauhammer zum Hobel und zum Walzenschrämlader, vom Holzstempel zum Schildausbau, vom Schlangenbohrer zur Vollschnittmaschine, vom Schlepperhaspel zur Batteriekatze- mit all den Zwischenstufen der technischen Entwicklung.
Und es geht heute noch weiter: Vom Notizblock zum Rechner, zu CAD und SAP.
Streblängen, die undenkbar waren, Antriebsleistungen, Ketten und Rinnen werden installiert, die alle früheren Dimensionen sprengen. Technik und Leistung, für alle gilt dasselbe: für alles steht der Mensch, der Ingenieur, der Techniker, stehen unsere Jubilare, stehen wir alle, die damit verpflichtet sind, ein Leben lang zu lernen, uns weiter zu bilden und neue Erkenntnisse umzusetzen, um mit unserer Leistungsbereitschaft unserem Bergbau seine Chance im Wettbewerb zu sichern.Massenhysterie „Klimawandel“: das es ihn gibt, und der Mensch einen Anteil daran hat, ist wohl unbestreitbar.
Welche Größenordnung allerdings der Anteil unserer heimischen Energiewirtschaft am „Klimawandel“ hat, entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Ein Rückblick auf unsere Erde zeigt, dass es immer extreme Klimaschwankungen gegeben hat. Der RDB warnt vor übereilten und ideologisch geprägten Diagnosen. Die Bundesrepublik wird mit Stilllegungen von Schachtanlagen sicherlich nicht die Welt retten!
Energiesparen, Energieeffizienz mit innovativen Technologien, das soll das Handeln für die Zukunft bestimmen. Ein Energiemix aus fossilen Energien wie Steinkohle und Braunkohle mit neu zu errichtenden effizienten Kraftwerken (CO2-Abscheidung), Kernkraft und erneuerbare Energien mit bezahlbarem Anteil, erhält die Unterstützung des RDB.
 

Theo Schlösser bedankte sich noch einmal bei den Jubilaren für deren Verlässlichkeit und die schon traditionelle Zusammenarbeit in unserer bergmännischen Gemeinschaft: „Sie haben mitgearbeitet im RDB, indem Sie die kameradschaftlichen Beziehungen individuell vertieft und damit ganz wesentlich das „Wir-Gefühl“ von uns Bergleuten mitgeprägt haben“.

Dirk Rosinski bedankte sich bei Theo Schlösser für die gelungene Laudatio, betonte die Gemeinsamkeiten der Meinungen und überreichte dem Bundesvorsitzenden im Namen des Bezirksvereins eine Aufmerksamkeit für sein bewundernswertes Engagement.

Nach dem mit dem Chor gesungenen Bergmannslied, Dirk Rosinski durfte eine Strophe dirigieren! - danach nahmen sie auch noch Theo Schlösser in ihre „Sängermitte“,- folgte, nach dem Bergmannsschnaps, die Auszeichnung der Jubilare.

Geehrt wurden aus unserem Bezirksverein in diesem Jahr:

Mit der Ehrenarmbanduhr und Urkunde für 50-jährige Mitgliedschaft im RDB die Kameraden Ernst Borchardt, Horst Braick,
Ulrich Gers, Werner Hörsken, Wolfgang Indefrei und Hansjörg Lillpopp.

Die RDB- Nadel mit Goldkranz und Urkunde erhielten die Kameraden Herbert Kaminsky und Werner Welzel für ihre 40-jährige Mitgliedschaft im RDB.

Die Kameraden Fredi Bach, Detlev Bahr, Dr. Klaus- Dieter Beck Jan Czekalla, Dieter Dörsch, Hayrettin Dogan, Klaus-Michael Erbing, Joachim Frenzel, Günther Göbert, Wolfgang Hartmann, Michael Hoffmann, Ulrich Holtkamp, Ulrich Holtwiesche, Chand Khanna, Dietmar Kilian, Bernd-Peter Klein, Ücler Köksal, Gerhard Lumpe, Detlef Menge, Reiner Meissner, Wolfgang Mendl, Detlef Menzel, Heinrich Mieden, Frank Petkovsek, Heinz Pirc, Klaus Radtke, Dieter Richert, Dieter Rischka, Dirk Rosinski, Werner Scheider, Reinhard Schimmelpfennig, Peter Schmidtke, Dieter Sichtig, Lothar Spitzer, Johannes Warot, Roland Weber und Karl-Heinz Zydeck erhielten die RDB- Nadel mit Silberkranz für 25 Jahre Mitgliedschaft im RDB.

 

Mit dem Zinn- Ehrenbecher wurden die Kameraden Wolfgang Albrecht, Peter Balzer, Dietmar Brandt, Lothar Busch,
Hans-Joachim Hesse, Ashok-Kumar Khanna, Karl-Heinz Kotucha, Holger Setzepfand, Dieter Sichtig und Rudolf Sterzing
für ihre 1. Schicht vor 45 Jahren ausgezeichnet.

Die Kameraden Joachim Böllert, Andre Gansen, Bernd Mildenberger, Horst Neumann, Cuma Gür, Thomas Tafel, Peter Wobker und Helmut Zöllner erhielten zur Erinnerung an ihre 1. Schicht vor 35 Jahren den Ehrenhäckel des RDB.

Einige Jubilare konnten bedauerlicherweise an ihrer Ehrung nicht teilnehmen und hatten sich entschuldigt. Wir wünschen allen kranken Kameraden baldige Genesung.

Die folgende Pause nutzten die herausgeputzten Jubilare zum „Photoshooting“ mit der örtlichen Presse.
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Dirk Rosinski eröffnete den offiziellen Teil unserer JHV mit einem nochmaligen Dank an den Chor.

Es folgte das Verlesen des Protokolls der Jahreshauptversammlung 2006 durch Kamerad Georg Brandt.

In seinem Geschäftsbericht erläuterte Werner Hörsken die Mitgliederentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der BV Niederrhein hat zurzeit mit 521 Mitgliedern ein Minus gegenüber der letzten JHV von 26 zu verzeichnen. Unsere Veranstaltungen waren gut besucht. Am Delegiertentag am 20.5.2006 in Essen haben von unserem BV 12 Kameraden teilgenommen.

Den Kassenbericht unseres Schatzmeisters Ulrich Bleier verfolgten die Mitglieder sehr aufmerksam und konnten sich gerade deshalb nur bewundernd mit großem Beifall äußern: um auch in diesem Jahr ein Plus vermelden zu können, bedarf es schon mehr als Geschick. Hergeschaut BRD, es geht doch.

Den Kassenprüfungsbericht der Kassenprüfung beim Schatzmeister durch die Kameraden Jürgen Henne, Achim Holbeck und Dieter Dörsch trug Kamerad Jürgen Henne vor. Er bescheinigte dem Schatzmeister eine hervorragende Buchführung. Seinem Lob folgte die Empfehlung an die Versammlung, dem Schatzmeister die Entlastung zu erteilen.

Die Entlastung durch die Versammlung erfolgte einstimmig.

Die Wortmeldungen zum Punkt „Aussprache zu den Berichten“ erbrachten positive Aspekte hinsichtlich des RDB und des BV: Erwünscht sind weiterhin Hilfen in Rentenfragen, Aufklärung über Auswirkungen der Gesundheitsreform bei der Knappschaft, Hilfen bei der Besitzstandswahrung und Fragen zum Bochumer Verbandin unserer Zeitschrift „Bergbau“ und durch unsere Justiziarin.

Die Frage, ob die Namensänderung unseres Bezirksvereins satzungsgemäß sei, konnte der 1. Vorsitzende des RDB, da anwesend, gleich selbst positiv bescheiden.

Auf Vorschlag aus der Versammlung wurde Ehrenfried Pelzer einstimmig zum Wahlleiter gewählt.

Einziger Kandidat für den Vorsitz im Bezirksverein Niederrhein war der bisherige Vorsitzende Dirk Rosinski.

Die Wahl zum 1. Vorsitzenden erfolgte einstimmig.

Dirk Rosinski nahm die Wahl an und bedankte sich für das Vertrauen der Mitglieder und beim bisherigen Vorstand für die geleistete Arbeit. Der Vorsitzende stellte seine neue Mannschaft vor, und bat um Blockwahl. Dieser Bitte wurde einstimmig entsprochen.
Der ohne Gegenstimme oder Enthaltung gewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

 

    1. Vorsitzender  Dirk Rosinski

    2. Vorsitzender  Andreas Nowoczin

    Geschäftsführer  Silvo Magerl

    Schatzmeister  Ulrich Bleier

    Schatzmeister (Stellvertreter) Carsten Möller

    Medienbeauftragter/Schriftführer Georg Brandt

    Mitgliederbetreuung 
                   
                    Dietrich Balduhn

                    Uwe Grah

                    Harald Morzinek

                 Peter Otte

                    Friedhelm Pelzer

    Internet-Bearbeitung Andreas Klare

 

Zuständig und Ansprechpartner für unsere Pensionäre ist der gesamte Vorstand.

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Zu Kassenprüfern gewählt wurden die Kameraden Klaus Braick, Gustav Backhauß,

Bernhard Thiehofe und Dieter Sichtig.

Dem Vorschlag des 1. Vorsitzenden in Absprache mit dem Vorstand zur Bildung eines Ehrenrates für den Bezirksverein Niederrhein wurde mit einer Gegenstimme entsprochen.

In den Ehrenrat wurden einstimmig die Kameraden

Karl-Friedrich Klumpers, Werner Hörsken und Erwin Heiermann gewählt.

Anmerkung vom Dirk Rosinski: „In den Dreien stecken über 100 Jahre Vorstandserfahrung, sollte man sich sichern!“

In seinen Schlussworten wünschte der 1. Vorsitzende allen einen „Guten Appetit“ für das gemeinsame Mahl, frohe Ostern in der Familie und viel Gesundheit. 
Und dann doch noch eine Ehrung: Er bedankte sich beim ausscheidenden Vorstandsmitglied Werner Hörsken für 10-jährige Geschäftsführertätigkeit unter großem Applaus mit einem „22-Kilo-Präsent“, einem „Blümchen“ und was zum „Spülen“.

RDB- Kamerad Kaminsky wünscht sich die nächste JHV rauchfrei: wir tun, was wir können; das kriegen wir hin, Herbert.

Aber: unser nächstes Grillfest ist am 21. September, da wird’s wohl noch nicht ganz klappen ohne Rauchentwicklung und so.

Hinsichtlich der Berliner Kohlepolitik hat sich Albert Einstein zu Wort gemeldet:

„Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit.

Aber: beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher!“

 

Glückauf!

Georg Brandt

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